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Test: Teufel Impaq 3000 MK2 Blu-ray Komplettsystem


Test: Teufel Impaq 3000 MK2 Blu-ray Komplettsystem

Die Blu-ray schreitet zielstrebig auf der Siegesgeraden und permanent kommen neue Hersteller mit ins Boot. So auch die für Lautsprecher weltbekannte Firma "Lautsprecher Teufel" aus der Bundeshauptstadt Berlin. Mit dem neusten System - dem Impaq 3000 MK2 - bringt die Schmiede ein Blu-ray Komplettsystem auf den Markt, das für den ambitionierten Einsteiger mit hohem Anspruch an ein Komplettsystem geeignet ist.


Das Teufel Impaq 3000 MK2 besteht aus folgenden Komponenten:

Teufel IP 3000 BR Mk2 - Blu-ray Player mit integriertem AV-Receiver
Teufel IP 3000 FR - Satteliten Lautsprecher mit 2 Wege System (Hochton + Mittelton)
Teufel IP 3000 SW - Subwoofer
Kabelsatz inkl. FM Antenne
Fernbedienung inkl. Batterien
Halteschale für den Center
Anleitung und Garantiehinweise

]] Ersteindruck

Man mag es anfangs nicht vermuten aber der üppige Karton hat ein stolzes Gewicht. Nachdem man den "Ballermann" dann endlich in seine Wohngegend geschafft hat geht es ans Auspacken. Alles sitzt sicher und fest in passgenauen Schaumstoffformen, umhüllt von Schutzfolien gegen Kratzer. Defekten durch Transport wird hier bestens vorgebeugt! Der Player selbst ist in Metall gehüllt, Schwarz gebürstet und kommt mit gut lesbarem, klaren, Weißen LCD Display und Touchbuttons daher. Etwas ungünstig und "auffällig" ist der Infrarot Empfänger der direkt neben den Buttons sitzt. Schade auch das man die Touchbuttons nicht Dimmen oder ganz Abschalten kann, zu recht später Stunde und fortgeschrittener Müdigkeit sind sie doch etwas grell.

Die Lautsprecher sowie der Subwoofer kommen in Hochglanz Schwarz daher mit sauberer Bespannung aus Stoff und die Satteliten haben bereits Halterungen für die Wandmontage mittels Schraube/Nagel integriert. Keine Fingerabdrücke, keine Unreinheiten, alles vorbildlich gefertigt, wenn auch recht staubanfällig.
Der Player und damit das Herzstück der Anlage benötigt allerdings schon seinen Platz. Ist man es heutzutage gewohnt, dass alles platzsparend und "downsized" ist, muss man sich beim 3000 BR schon mit einem Klotz abfinden. Gut, irgendwo muss die Technik ja auch untergebracht werden!
Nicht so überzeugend ist hingegen die Geräuschkulisse des Players. Das Laufwerk öffnet mit hörbarem Geräusch und erinnert stark an PC Laufwerke, der Lüfter ist hörbar und einen schnellen Discauswurf sucht man auch vergebens, ebenso wie die Funktion den Player mittels Eject-Taste zu starten. Hat man also einen Film drin gelassen wird dieser erst gestartet, geladen und abgespielt bevor der Player die Disc auswirft. Das haben andere Hersteller doch besser geregelt und hier sollte Teufel nachbessern!
"Die Macht" oder besser gesagt die Fernbedienung ist gut sortiert aufgebaut. Wer einen Samsung Fernseher der LE M8 Serie hat dürfte mit der Form bestens vertraut sein, die Gehäuse sind nämlich absolut identisch! Wer es gerne handlich mag der dürfte nicht so zufrieden mit der Fernbedienung sein, Beleuchtung ist nicht vorhanden (weder durch LED noch durch UV Aktive Tasten!) was die Bedienung in dunkleren Räumen schnell erschweren kann. Dafür gibt es aber "Blindenfreundliche" Tasten die man als Orientierungspunkt nutzen kann.
Alles ausgepackt und auf Vollständigkeit geprüft, kann es schon direkt weiter mit der eigentlichen Arbeit gehen und zwar dem...

Aufbau und Einrichten

Der Aufbau ist dank Farbkennzeichnungen auch für den Techniklaien sehr einfach und verständlich. Man verbindet alle farbigen Kabel mit den farbigen Buchsen der Lautsprecher, steckt das HDMI Kabel (leider nicht im Lieferumfang enthalten) in den Blu-ray Player und den Fernseher, legt Batterien in die Fernbedienung ein, gibt dem Player noch Strom und zack kann es direkt losgehen.
Der Aufbau bzw. die Verkabelung des Systems hat keine 20 Minuten gedauert, wer alles natürlich direkt optimal aufstellen möchte, der dürfte etwas mehr Zeit brauchen.
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Das Einrichten ist Anfangs automatisiert. Man kann das ganze Standardprogramm, das ein jeder AV-Receiver auch durchläuft auf dem TV verfolgen und braucht auch hier keine großartigen Fachkenntnisse um das System zum Abspielen zu bewegen. Einige Einstellungen kann der Kunde im Nachhinein noch vornehmen, wie z.B. die Entfernung der Lautsprecher, Soundmodus (Stereo, Surround ect.), Höhen/Tiefen Verteilung. Detaillierte Einstellungen wie man sie von AV-Receivern her kennt findet man hier nicht. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich hierbei auch um ein Komplettsystem handelt, ist das auch durchaus vertretbar.

Wo Licht ist, ist aber bekanntlich auch Schatten. Der erste Schatten dürften die beigepackten Kabel sein oder besser gesagt die Länge der Kabel. Wer ein etwas größeres Aufstellgebiet hat, kommt nicht um längere Kabel herum. Das beigepackte Material ist leider zu kurz geraten und somit wird das System von Hause aus auf eine gewisse Größe beschränkt.
Der zweite Punkt ist die Tatsache, dass die Firmware ein paar Probleme hatte. Es wurde jedes Mal gemeldet, dass eine neue Firmware verfügbar ist, diese aber die selbe Version hatte wie die aufgespielte. Man hat also permanent ein und dieselbe Firmware aufgespielt und trotzdem die Meldung, daes eine neue verfügbar sei bekommen. Der Fehler wurde jedoch mittlerweile behoben!

Benutzung und Vielfalt

Der Blu-ray Player kommt von Haus aus mit Blu-Ray Support, integriertem Radio, USB Schnittstelle und 2 HDMI Eingängen daher. Die HDMI Eingänge können z.B. für Multimediafestplatten oder ähnliches verwendet werden. Eine Klasse Funktion, leider war es beim Test nicht möglich den Teufel Player zum Abspielen in Surround zu bewegen. Egal welche Einstellungen an der Zuspielung und am Player vorgenommen wurden, der 3000 BR hat nur in Stereo ausgegeben.

Die USB Schnittstelle in der Front lässt keine Wünsche offen. Es werden Audiodateien, Videodateien und Bilder ohne Probleme abgespielt. Selbst MKV Dateien, MP4 HD und ähnliches spielt der Player ohne Murren ab! Sehr lobenswert, denn das bekommen andere Hersteller noch lange nicht so gut hin.
Der USB Anschluss vorne ist zwar mit etwas Fummeln zu erreichen aber dafür ist er sinnvoll und ganz klar auch von der Bedienung her praxistauglich!

]] Weniger praxistauglich ist allerdings das Display im "Mute" Betrieb. Stellenweise blieb das Display "hängen" und trotz Tonwiedergabe zeigte es "Mute" anstelle der Zeitangabe. Diesen Fehler sollte Teufel durch Firmware Updates beheben, da er beim Testen nur verschwand, nachdem der Player neugestartet wurde!

Entgegen dem Trend, dass ein Gerät immer mehr mit allen möglichen Internetdiensten kooperieren muss, kommt der 3000 BR gänzlich ohne solche Features daher. Einerseits gut, da man nicht permanent mit YouTube, FaceBook, Twitter und Konsorten zugebombt wird. Auf der anderen Seite wären einige Onlinefunktionen aber als Beigabe sicherlich für den ein oder anderen interessant gewesen.

Einen SD-Kartenslot wäre noch eine Idee für die nächste Auflage. Der Player verfügt zwar über BD-Live Kompatibilität, doch funktionieren Download-Extras nur per USB Stick, welcher dann permanent in der Frontpartie steckt. Das sieht weder schick aus noch ist es eine dauerhafte Lösung. Andere Hersteller haben da einen SD-Kartenslot, der BD-Live Inhalte speichern kann und absolut unsichtbar hinter Klappen verschwindet.

Blu-Ray Wiedergabe

Dieser Bereich wird in 2 Teile aufgeteilt. Einmal die Widergabe über einen TV per HDMI und einmal per Komponente an einem Beamer der älteren Generation.

Die Widergabe mittels HDMI und TV erfolgt bestens. Die Bildqualität muss sich nicht hinter anderen verstecken und kann schnell begeistern. Egal welchen Film man einlegt, das Teufel System spielt sie alle ohne Probleme ab. Filme, die bei anderen Geräten oft für Probleme sorgen (z.B. Terminator 2, Inception) werden bei Teufel locker flockig wiedergegeben, so wie der Kunde sich das vorstellt und auch wünscht.
Im Vergleich zum Panasonic DMP-BD65 EG-K gab es rein von der Bildqualität her keine gravierenden Unterschiede. Beide gaben das Bild natürlich und sauber wieder, der Teufel hat ein leicht besseres Händchen für Schärfe, dafür aber eine kleine Schwäche im Schwarzwert.

Bei der Widergabe über Komponente am Beamer erscheint der Teufel allerdings deutlich besser als der DMP-BD65, der sonst in der Redaktion sein Werk vollbringt. Nicht nur die bessere Darstellung konnte überzeugen, sondern vor allen Dingen die Ruhe im Bild. Wer also einen Beamer der älteren Generation am 3000 BR betreiben möchte, dürfte hier erstaunt sein, was sein "altes Schätzchen" noch so an Bild zaubern kann. In der Redaktion war man jedenfalls sehr positiv davon angetan und bekam Lust auf mehr!

Klangbild

Blu-Ray Discs abspielen kann das System wie man es erwartet, doch Teufel ist bekannt für seine qualitativen Lautsprecher, die in ihren Preisbereichen oftmals als Testsieger hervorgehen.
Beim Impaq 3000 MK2 gibt es eine vollständig neu entwickelte Lautsprecher Palette, die es auch nur in diesem System so zu kaufen gibt. Die Optik kann überzeugen, die Anschlüsse hinten sind für recht dünne Querschnitte ausgelegt und die Verarbeitung ist makellos.

]] Der erste Klangtest erfolgte über den integrierten Verstärker des 3000 BR Players. Der Ton wurde also direkt vom Player abgegriffen, ohne dass Verstärker, Klangequalizer oder ähnliches dazu beigesteuert haben. Der erste Testfilm war "The Dark Knight" und getestet wurde ersteinmal die Dolby Digital 5.1 Tonspur in Deutsch. Bereits beim ersten Test fällt auf, das die Lautsprecher sehr Hochtonoptimiert sind und der Subwoofer für seine Verhältnisse sehr kraftvoll daherkommt aber leider auch zum "Bumm Bumm Kisten Klang" neigt. Gut, ein jeder Subwoofer kann "Krach" machen, wenn er denn falsch eingestellt ist. Ein paar Einstellungen weiter war das richtige Setup gefunden und die Anfangsszene des Films lief dann das x-te mal durch. Der Wechsel von Dolby Digital zur HD Tonspur brachte leider nur einen leicht hörbaren Unterschied. Das auffälligste wäre dabei allerdings der Nachklang. Soll bedeuten, dass man den Glasbruch am Anfang "länger" hört als bei der deutschen Tonspur. Die Feinheiten sind bei beiden Tonspuren nur sehr schwer zu differenzieren, also kein wirklich erkennbarer Unterschied.

Der zweite Klangtest wurde dann mit der folgenden Kette gestartet:
Zuspielung per 3000 BR von Teufel in den Marantz SR6005 AV-Receiver (auch hier ohne Equalizer oder ähnliches!) und von da aus in die 3000 FR Lautsprecher und den 3000 SW. Auch hier wurde zuerst der Dark Knight über den TV geschickt und auch hier wieder zuerst die deutsche Tonspur. Nun hört sich das Ganze schon etwas besser an, weniger Blechern aber immer noch recht am Hochton orientiert. Der Wechsel auf die HD Tonspur zeichnete sich hingegen klarer ab, mehr Detailreichtum und auch ein besseres Surroundempfinden waren das Resultat.

Gesamturteil

Wenn man bedenkt, dass dieses Set für 699 € angeboten wird, muss man anfangs vielleicht erst einmal an den Geldbeutel denken. Doch man bekommt hier ein Einsteigersystem mit sauberer Technik geboten, wo man nicht anders kann, als ein "Sehr gut" bei Preis/Leistung zu vergeben. Das Impaq 3000 MK2 bietet eine sehr solide Basis für den ambitionierten Einsteiger mit dennoch hohen Ansprüchen an Klangqualität, Verarbeitung und Design.
Ein Player, der alle Discs abspielt, ein integrierter Verstärker, der HD Tonspuren verarbeiten kann, mitgelieferte Lautsprecher in 5.1 Konfiguration und das Ganze noch sehr endverbraucherorientiert aufgebaut. Zwar gibt es einige Mankos an dem System wie z.B. die recht kurze Kabellänge, die fehlenden Online Features und kein 3D Support, eingeschränkte Nutzbarkeit der BD-Live Features bzw. umständliche Nutzung, aber diese Mankos trüben das Gesamtbild nicht unbedingt. Man sollte vor dem Kauf allerdings den Raum ausmessen, damit man auch alles direkt ordentlich aufstellen kann und sich im Klaren sein, dass man hier kein High-End Heimkino bekommt, sondern lediglich den Einstieg in die Full-HighDefinition Heimkinowelt wagt und noch genug Luft nach Oben ist.

Unterm Strich konnte das Teufel Impaq 3000 MK2 überzeugen und ist ganz klar eine Empfehlung an all jene, die den Einstieg in die Heimkino- und Blu-Ray- Sucht wagen möchten.


Abschließend möchten wir uns nochmals bei Lautsprecher Teufel aus Berlin für die Bereitstellung des Testexemplars bedanken.

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18.04.2012 11:09 Uhr | Autor: -LaRrY- | Kategorie: Tests | Tags: Testbericht


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