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Test: Popcorn Hour A-410


Test: Popcorn Hour A-410

Heute ist der nagelneue Mediaplayer "Popcorn Hour A-410" bei uns eingetroffen und hat sich einem direkten Kurztest unterzogen. Wir zeigen euch die unglaublichen Schwächen, mit denen dieses Gerät auf den Markt kommt.


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Der Popcorn Hour A-410 ist das Remake des bekannten und oft schlecht bewerteten A-400, der nun alles besser machen soll als sein Vorgänger. Die Werte sehen vielversprechend aus. So kommt der A-410 mit schneller CPU, mehr RAM und hochwertigem Sound-Chip daher. Blu-ray 3D ISOs stellen damit kein Problem dar und alles sollte sehr flott von der Hand gehen. So zumindest die Theorie.

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Das Gerät ist mit einem 3,5 Zoll HDD Slot ausgestattet, der das schnell Wechseln einer internen Festplatte ermöglichen soll. Doch hier entdecken wir auch bereits den ersten Konstruktionsfehler. Um den Slot zu öffnen, wird ein Imbusschlüssel benötigt, der NICHT zum Lieferumfang gehört. Also kurze Hand den Imbussatz heraus geholt und da folgt das nächste Problem. Weder die Größe HX3 (zu klein) noch HX4 (zu groß) passen. Aushelfen muss ein Sternaufsatz des Typs TX20.

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Der Slot-Rahmen lässt sich nun entfernen um die Festplatte daran zu verschrauben. Leider fehlt die Möglichkeit, die Festplatte ohne Schrauben mithilfe eines Schnellverschlusses am Rahmen zu befestigen. So wird die Arbeit mit mehreren Festplatten unmöglich. Schraubt man die HDD nicht am Slot-Rahmen fest, bleibt sie im Gehäuse stecken, wenn man sie wieder raus ziehen möchte. So zu sehen im oberen Bild. Die Festplatte ist im Betrieb deutlich hörbar, da sie weder isoliert noch entkoppelt ist.

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Die Rückseite des Popcorn Hour A-410 bietet die üblichen Anschlüsse und nichts besonderes. Für den stolzen Preis von 299 EUR könnte man eigentlich einen zweiten HDMI-Ausgang erwartet und damit Sound und Bild trennen. Unklar ist auch der USB 3.0 Slave. Die Notwendigkeit dafür ist nicht wirklich gegeben. Ein normaler USB 3.0 Port wäre wesentlich sinnvoller gewesen. Hier hat es an der Seite des Gerätes und hinten nur für einen 2.0 USB Anschluss gereicht. Unlogisch und nicht zeitgemäß.

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Das Der Bootvorgang dauert 1 Minute und 6 Sekunden. Das ist etwas lang, aber noch gerade zu verkraften, da die Aufwachzeit aus dem Stand-by nur 8 Sekunden beträgt. Die Installation geht mit Hilfe eines Wizards leicht von der Hand. Die Internetverbindung wird sofort erkannt. Das Menü selbst ist hübsch gestaltet und sinnvoll. Als Hintergrund kann man eigene Bilder verwenden und alles in allem wirkt die Software sehr modern. Ganz schlecht ist leider die Reaktion des Gerätes. Bei jedem zweiten Knopfdruck gibt es Ladezeiten. Das zeugt von schlechter Programmierung. Insgesamt ist die Navigation also hübsch und gut gemeint, jedoch durch seine Trägheit absolut nervig.

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Der Apps-Market besteht aus zig unnützen Apps, die teilweise nicht unsere Sprache sprechen. Etwas wirklich sinnvolles scheint es auf dem ersten Blick nicht im Angebot zu geben.

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Nun kommen wir zum Wichtigsten in Sachen Software: Dem NMJ Navigator. Dieser hat im ersten Schritt die eingeschobene Festplatte nach Filmen durchsucht und diese Katalogisiert. Das hat bei 1 TB etwa 7 min. gedauert. Wenn sich die Datenverändern, indem ihr Filme hinzufügt oder entfernt muss dieser Suchlauf erneut beginnen. Dabei werden alle Filme katalogisiert und entsprechende Covers gesucht. Hier kommen wir nun zum nächsten Übel. Wie das obere Bild zeigt, fehlen etwa 50% aller Covers und es gibt keine Möglichkeit diese manuell anzugeben oder dem System bei der Entscheidung zu helfen, wenn es unsicher ist. Die meisten Covers sind in englischer Sprache und einige auch in Russisch oder Französisch. Die Anordnung der Covers ist nicht gut durchdacht. Wechselt man nach links und rechts die Spalte, steht unter dem Cover nicht der Filmtitel. Erst wenn man sich vertikal bewegt erscheinen diese darunter. Das Scrollen durch die Covers ist grausam langsam und raubt einem wirklich die letzte Freude an dem Gerät. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es: Die Beschreibungen der Filme sind auf Deutsch, wenn denn der Film überhaupt richtig erkannt wird.

Als Test BD-ISO haben wir "Worldinvasion: Battle Los Angeles" eingelegt und dann kam der Supergau! Das Bildverhältnis stimmt nicht und alle paar Sekunden kommt es zu flackernden Bildaussetzern. Zeitweise kommen auch Tonaussetzer und Freeze von 1-2 Sek. Ein vernünftiges Filmerlebnis ist hier nicht gegeben und man kann es nur mit der Note 6 bewerten.

Alles in allem bekommt ihr mit dem Popcorn Hour A-410 einen hübschen, kleinen Mediaplayer mit schicker Software, die nicht viel taugt und das Abspielen von Blu-ray ISOs ist quai nicht möglich. Der Preis von 299 EUR ist in keinem Fall gerechtfertigt. Selbst 99 EUR wären wohl noch zu viel. Sehr schade!





07.03.2014 13:33 Uhr | Autor: Hypothenuse | Kategorie: Tests | Tags: Testbericht, Technik


09.03.2014 11:51 Uhr von ja3g3rm3ist3r
Image erstellen mit entsprechender software dazu Smiley ;)

08.03.2014 20:39 Uhr von Optimus Prime
Das ist ja dann wohl nicht die Eierlegendewollmilchsau Smiley :D

Ich kenne mich da absolut nicht mit aus, weiß noch nicht mal das was sich hibter Mediaplayer verbirgt :O
Nur frage ich mich, wie bekommt man Filme von einer Blu-ray oder auch DVD auf eine Festplatte???

07.03.2014 17:26 Uhr von Jason-X-666
Bei meiner Blu-ray Sammlung brauch ich derartiges Gerät ohnehin nicht Smiley ;)
aber schöner Test, der ungeschönt und gut kritisch geschrieben wurde

07.03.2014 17:10 Uhr von ja3g3rm3ist3r
...wann gibs das Teil in einem Gewinnspiel? Smiley :D

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