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HTPC für 3D Blu-rays selbst bauen

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HTPC für 3D Blu-rays selbst bauen

Beitragvon Hypothenuse Mo 28. Jan 2013 14:04

Da ich gerade überlege, mich von meiner bestehenden Technik zu trennen und wieder zu einem HTPC zurückzukehren, möchte ich die Gelegenheit nutzen und euch ein paar hilfreiche Tipps & Tricks geben, wie Ihr einen 3D Blu-ray -fähigen HTPC selbst bauen könnt.

Zuerst steht die Überlegung an, was man mit seinem HTPC eigentlich alles anstellen möchte. Ich persönlich möchte damit hauptsächlich Blu-rays und Blu-ray ISOs gucken, sowie Musik abspielen und auch im Internet surfen sowie auch mal Anno 2070 zocken. Zudem soll der HTPC möglichst energiesparend sein und die Möglichkeit bieten, interne Festplatten schnell und einfach anzuschließen. Gigabit-LAN ist natürlich Pflicht, ebenso wie USB 3.0 vorne und hinten. Natürlich soll der HTPC möglichst schnell booten und vor allem schnell und reibungslos arbeiten.

Die passende Hardware für einen Blu-ray 3D fähigen HTPC


Das Herzstück bei jedem HTPC ist das Gehäuse. Darum dreht sich vor allem die zu verwendende Hardware. Ihr müsst vor allem darauf achten, wie hoch der CPU-Lüfter sein darf, ob ihr ein SLIM Blu-ray Laufwerk braucht etc.

Da ich kein Vermögen für ein Gehäuse ausgeben möchte, setze ich auf das oben genannte für 118 EUR. Dieses beherbergt hinter der Frontklappe zwei Festplattenschächte, um interne Festplatten mit wenigen Handgriffen herauszunehmen. Der Punkt mit den wechselnden Festplatten wäre damit abgehakt. Zudem hat das Gehäuse vorne 2x USB 3.0.

Eine Fernbedienung hat das Gehäuse nicht. Das ist nach meinen Erfahrungen auch nicht nötig, da der Rechner eh per Maus & Tastatur bedient wird. Maus & Tastatur solltet ihr auf jeden Fall per Bluetooth betreiben und KEIN Infrarot benutzen. Damit gibt es nämlich nur Probleme. Ich selbst habe noch eine kleine Tastatur von Apple und eine kleine weiße Hochglanz-Maus von Logitech rumliegen und muss diese daher nicht neu kaufen. Bitte ebachtet, dass Ihr für diese Komponenten einen extra Bluetooth-Empfänger benötigt, der an einen USB-Port angeschlossen wird.

Das 430 W Netzteil bietet natürlich viel mehr Leistung, als wir benötigen, doch hier kommt es mir vor allem auf geringe Lautstärke, hohe Energieeffizienz und lange Lebensdauer an. Diese Kriterien sind erst ab 400 W aufwärts verfügbar.

Der CPU-Lüfter von Zahlmann ist relativ leise und vor allem langlebig. Man beachte außerdem die recht niedrige Bauart.

Als Festplatte für den HTPC im Eigenbau kommt natürlich eine klein, geräuschlose und sau schnelle SSD zum Einsatz. Hier sind 128 GB genügend für System, MP3 und 1-2 Spiele. Die Massendaten werden dann auf den oben besprochenen internen Festplatten gespeichert.

Wer über den Takt des Rams (2.400 MHz) staunt, der staunt zurecht. Doch dies hat einen Sinn. Der gewählte AMD A10 Prozessor macht normalerweise lediglich nur 1.600 MHz Ram möglich, doch in einem Test dieser neuen "Trinity" Prozessorreihe hat man festgestellt, dass der A10 bis zu 35% schneller arbeitet, wenn man anstatt dessen Ram mit 2.400 MHz nutzt. Das lassen wir uns natürlich nicht nehmen. Da Ram mit diesem Takt fast nur als 4GB Einzelmodul zu haben ist und Ram bekanntlich mit 2 Modulen immer schneller im Dual-Channel-Modus arbeitet, müssen wir hier 8 GB einsetzen.

Nun zu einem sehr wichtigen Teil des HTPCs, der auch 3D Blu-rays spielen kann: Die CPU. AMD hat zu Ende des Jahres 2012 die neue Generation seiner CPUs mit integrierter GPU unter dem Codenamen "Trinity" vorgestellt. Da neue CPUs bekanntlich mehr bringen als alte, werfe ich für meinen HTPC nur auf die neueste Generation einen Blick. Laut Aussage von AMD selbst ist es erst ab dem A8 möglich, 3D Blu-rays abzuspielen. Der Preisunterschied zum A10 beträgt weniger als 20 EUR, daher habe ich mich gleich für das Spitzenmodell entschiedene. Dieses gibt es in der 65W-TDP Variante und auch in der 100W-TDP Variante. Letztere hat eine noch höher getaktete integrierte GPU, was sich jedoch im Stromverbrauch enorm bemerkbar macht. Somit entscheiden wir uns hier für die 64W-TDP Variante mit spitzen Grafikleistung und geringem Verbrauch.

Für Enthusiasten, die einen richtig tollen und vor komplett lautlosen HTPC haben möchten, gibt es folgende Konfiguration mit passiver Kühlung und externem Netzteil. Dafür muss man allerdings ein paar Euro mehr hinlegen.

Die passende Hardware für einen Blu-ray 3D fähigen HTPC


Klar, dass bei dieser Konfiguration ohne CPU-Lüfter vorallem die CPU etwas heiß wird. Das sollte beim reinen Blu-ray Schauen nicht weiter ins Gewicht fallen. Ob und wie lange dieser HTCP jedoch eine längere Runde Anno 2070 mitmacht, ist fraglich.

Das rund 5 Kg schwere Vollaluminium-Gehäuse habe ich in zwei Varianten gelistet. Die super Flim Variante ist nur 6 cn hoch, was für alle Komponenten ausreicht, da das Netzteil extern liegt. Fraglich ist nur, wo hinten die Mainboardanschlüsse rauskommen sollen. Laut Foto ist dort alles zu. Müsste man sich vor Ort ansehen oder zum Test bestellen. Diese Frage stellt sich bei der größere Variante des Gehäuses nicht.

Bei beiden Varianten bräuchte man noch eine Festplatten-Dockingstation, die per USB 3.0 an den HTPC angeschlossen wird. Hier hat sich die Fantec HDD-Sneaker Docking-Station für rund 22 EUR bereits bei mir bewährt.
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Re: HTPC für 3D Blu-rays selbst bauen

Beitragvon Hypothenuse Mo 28. Jan 2013 21:48

Wer von euch hat eigentlich auch einen HTPC und welche Spezifikationen hat er? Würde mich mal interessieren, ob es hier gleichgesinnte gibt... :)
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Re: HTPC für 3D Blu-rays selbst bauen

Beitragvon Tomcat2003 Mo 28. Jan 2013 22:30

Ich hab mich erst gewundert, das da keine Grafikkarte gelistet ist. Dann habe ich gesehen, das der AMD-Prozessor eigentlich eine APU (Prozessor und Grafikchip in "einem") und keine CPU ist. Auch, wenn er unter "CPU" gelistet ist ^^
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Re: HTPC für 3D Blu-rays selbst bauen

Beitragvon Hypothenuse Mi 30. Jan 2013 09:19

Ja, es ist ja trotzdem ne CPU. APU ist ja dann nur quasi der Unterbegriff... :) Eine CPU mit iGPU, wobei das i für integriert steht :dance:
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Re: HTPC für 3D Blu-rays selbst bauen

Beitragvon Stefan29101982 Mi 30. Jan 2013 17:21

was bitte soll ein htpc sein?!
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Re: HTPC für 3D Blu-rays selbst bauen

Beitragvon Hypothenuse Do 31. Jan 2013 00:06

Home Theatre PC - also ein PC, der deinen Blu-ray Player und alles andere ersetzt. Hat die Optik eines HiFi Gerätes und fügt sich somit in die TV-Landschaft ein. Ist also nicht als PC zu erkennen.
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Re: HTPC für 3D Blu-rays selbst bauen

Beitragvon giger-byte Sa 13. Apr 2013 21:08

Ich habe mit Hypothenuse schon per PN kommuniziert aber er hat recht, besser öffentlich...

Ich habe mich an seine HTPC Empfehlung gehalten und besonders hierauf geschielt:

"Wer über den Takt des Rams (2.400 MHz) staunt, der staunt zurecht. Doch dies hat einen Sinn. Der gewählte AMD A10 Prozessor macht normalerweise lediglich nur 1.600 MHz Ram möglich, doch in einem Test dieser neuen "Trinity" Prozessorreihe hat man festgestellt, dass der A10 bis zu 35% schneller arbeitet, wenn man anstatt dessen Ram mit 2.400 MHz nutzt. Das lassen wir uns natürlich nicht nehmen. Da Ram mit diesem Takt fast nur als 4GB Einzelmodul zu haben ist und Ram bekanntlich mit 2 Modulen immer schneller im Dual-Channel-Modus arbeitet, müssen wir hier 8 GB einsetzen."

Mein System ist etwas anders:

CPU: AMD A10-5700, 4x 3.40GHz
Mainboard: Gigabyte GA-F2A85XM-D3H, A85X
RAM: Kingston HyperX Predator 8GB DDR3-2400
Festplatte: Samsung 128 GB SSD
Festplatte: Seagate 2 TB
CPU-Lüfter: Scythe Shuriken Rev. B
Gehäuse: SilverStone Grandia GD06B schwarz (118 EUR)
Laufwerk: LG BluRay Brenner
PCI Karte: Hauppauge HDR5500 TV Karte
Netzteil: Enermax Triathlor 450W
(Unbedingt auf Netzteiltiefe achten, das Gehöuse kann keine Netzteile mit 160er Tiefe "verdauen")
Als OS hab ich Windows 8 gerade drauf. Rennt wie eine 1.

Mein Prroblem ist nur, dass entgegen der Freigaben von Gigabyte (für den RAM bis 2133) kann man auf dem Board den Ram aber nur mit 1333 betreiben.

Ich verstehe dann die obige Empfehlung nicht diesen Monster RAM einzubauen wenn er nur bis 1333 unterstützt wird.

Dies hat mir Hypothenuse als PN mitgeteilt. Ich hoffe ich habe das so korrekt wiedergegeben.
Ich glaub ich kann mich echt auf den Kopf stellen ;), es scheint nicht machbar zu sein. Am Ende ist der Flaschenhals der Prozessor...
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Re: HTPC für 3D Blu-rays selbst bauen

Beitragvon Hypothenuse Mo 15. Apr 2013 08:32

Ach Sorry! Ich hatte mich per PN im Thema vertan!!! Ich dachte die ganze Zeit du redest von einem NAS Server, aber es geht ja um einen HTPC :shocking: :pfeifen:

Ja, also dein Ram müsste bis 1.600 MHz zu takten gehen. Da das die CPU mitmacht. Die möglichen 2.400 MHz des Rams, machen ihn dann wohl trotz geringerem Takt schneller als andere Module, die max. 1.600 MHz können. Wenn's nur 1.333 sind, ist das aber auch kein Beinbruch und dürfte eigentlich nicht spürbar sein.

Der Flaschenhals bei dem System ist mit Sicherheit der Prozessor, aber das soll ja auch so sein. Ziel ist es, einen möglichst günstigen HTPC zu bauen, der jedoch alles kann. Wenn du dort Win8 rauf knallst, dann brauchste dich nicht wundern, wenn da vielleicht die Videos ruckeln ;)

Wie läuft denn dein System? Spielt er alles zufriedenstellend ab oder nicht?
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Re: HTPC für 3D Blu-rays selbst bauen

Beitragvon -LaRrY- Mi 1. Mai 2013 17:31

Generell interessieren mich HTPC schon ziemlich.

Aber n paar Dinge wären vielleicht noch wissenswert:

1. Eine AMD Alternative (Intel :D )
2. Wie schauts mit der Bildqualität aus?
3. Was sagt der AV-Receiver zum Tonformat?

Du selbst hast ja den kleinen Bruder meines BD-Player im Betrieb, somit also auch den Uniphier² Chipsatz, wie sind die Unterschiede von HTPC zu Standalone und was sagt der HTPC zum HD Ton?

Generell gesehen sind HTPC ja besser dran dank Multimedia Vorteil aber auch nur interessant wenns gegen Standalone überhaupt ne Chance hat :)


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