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Neues von der IFA 2012


Neues von der IFA 2012

Panasonic glänzt mit einem 154 Zoll großen Plasma in 8K-Auflösung. Ebenso wird ein 103 Zoll großes brillenloses 3D-Display vorgestellt. LG zeigt einen 84 Zoll UHD TV in 4K und die heiß erwarteten OLED Geräte in 55 Zoll und 4mm Dicke. Das Thema OLED wird auch bei Samsung groß geschrieben.


LG


Die beeindruckendste Show auf der IFA 2012 lieferte eindeutig LG ab. Hier wurde alles auf 3D getrimmt. Direkt am Halleneingang bekommt JEDER Gast eine 3D Polofilter-Brille und wird mit einer überwältigenden 3D-TV-Leinwand in ca. 30 m Breite förmlich überrannt. Kometen fliegen durch den Raum und beim Karneval in Rio ist man förmlich direkt mit dabei. Die schiere Größe lässt den Zuschauer vor Faszination erstarren. Der kräftige Surroundsound unterstreicht die pure Größe dieses Sehvergnügens.
Komplett beeindruckt von dieser Show, betreten wir den eigentlichen Präsentationsraum von LG und werden direkt vom neuen 84 Zoll Flaggschiff in UHD (4K) empfangen. Die anfangs erwähnte Polofilterbrille sitzt immer noch auf der Nase, denn nahezu alle Fernseher in der gesamten Halle laufen in 3D – das gefällt. Der „LG 84LM9600“ besticht nicht nur durch seine hohe 4K-Auflösung sondern zugleich mit einer ebenso brillanten Bildqualität, die unserer Meinung nach weit vor allen Konkurrenten liegt. Glücklicherweise ließ sich der 84-Zoll-Riese auch in 2D betrachten und hat dabei einen ebenso würdigen Eindruck hinterlassen, wie der 2D Modus. Kräftige, jedoch nicht zu aufdringliche Farben, ein sehr guter Schwarzwert und die hohe 4K Auflösung bringen ein einwandfreies Bild zu Tage, welches alle bis dato auf dem Markt erhältlichen TV-Geräte toppt. Als Verkaufspreis nannte man uns ca. 15.000 EUR. Noch in diesem Dezember soll der „LG 84 Zoll UD 3DTV“ auf den Markt kommen.

Ebenso kündigt LG die Erscheinung seiner neuen OLED-TVs noch für diesen Dezember an. Damit sichert sich LG einen riesigen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Bei Samsung nannte man als Erscheinungstermin der OLED-Produktlinie „ES 9500“ nur „in nächster Zeit“ und schätzte bei genauer Nachfrage auf „vermutlich im nächsten Jahr“. Beide Hersteller bringen jeweils vorerst nur ein Gerät mit OLED Technik auf den Markt, welche mit einer Größe von 55 Zoll aufwarten. Der LG OLED ist nur 4mm dick und wiegt dabei gerade einmal 10 Kg. Die gesamte Technik steckt hier im Fuß, der sich sogar vom Bildschirm getrennt aufstellen lässt. Die Signale werden über eine transparente Glasfaserleitung zum Bildschirm übertragen. Somit können erstmals sämtliche Verkabelungen (bis auf Strom) unter dem Sideboard verschwinden, während das Display ganz für sich allein an der Wand hängt. Aufgrund des niedrigen Gewichts entfallen auch bisher bekannte monströse Wandhalterungen. Neben der hübschen Optik überzeugte uns die Bildqualität im vollen Umfang. Mit einem Wort: Unglaublich! Solch eine enorme Tiefenwirkung erreicht bisher kein herkömmliches LED- oder Plasmagerät. Die Farben sind unglaublich brillant und das schwarz ist so tiefschwarz, dass es sich tatsächlich nicht mehr vom schmalen Rahmen abhebt. Man muss es wirklich gesehen haben! Leider wurde ausschließlich Demomaterial mit langsamen Bewegungen gezeigt. Wie sich die OLED-Technik bei echten Filmen schlägt, bleibt noch abzuwarten. Als Preis nannte man bei LG für den 55 Zoll OLED TV ca. 9.000 EUR. Samsung hingegen hüllte sich zum Thema Preis noch in Schweigen. Vermutlich wartet man hier ab, wie sich LG als Pionier auf dem OLED-Markt schlägt und orientiert sich dann entsprechend. Ob die Technik soweit schon ausgereift ist, wollte uns so richtig niemand verraten. Da man jedoch nur mit einem Modell an den Markt geht, liegt die Vermutung nahe, dass dieses noch eventuelle Kinderkrankheiten haben könnte.

Samsung


Samsung präsentiert sich auf der diesjährigen IFA wie gewohnt in Halle 20, direkt am Eingang Nord. Empfangen wird man hier von einem fabelhaft in Szene gesetzten Turm aus 55 Zoll OLED-TVs, die größtenteils von der Decke hängen und sich drehen. Hier überzeugt Samsung im gleichen Maße wie LG mit hervorragendem Bild. Leider hält sich Samsung dabei mit Details zu Technik, Release und Preis bedeckt. Einzig sicher ist beim „ES 9500“ die Größe von 55 Zoll. Ebenso wie LG und nahezu alle anderen Hersteller stellt Samsung einen 4K LED-TV vor. Die Größe beträgt hier jedoch leider nur 70 Zoll und die Bildqualität reicht an die vom LG Konkurrenzmodell nicht heran. Auch hier gibt es leider keine detaillierten Aussagen zu Technik, Release und Preis. Eventuell wird der gezeigt 70 Zöller auch so nicht in Serie gehen. Samsung lässt also auf sich warten. Wenn auch technisch nicht unbedingt revolutionär, zeigt der Koreaner auch seine neue 9er Serie in einer Größe von 75 Zoll. Der „UE75ES9090“ bietet normales Full HD in solider Qualität an. Selbst das Demomaterial ruckelte jedoch leicht beim Kameraschwenk. Wer sich ein Display in dieser Größe anschaffen möchte, sollte jedoch noch etwas warten und auf ein 4K Modell setzen. In Sachen Heimkino und TV trumpft Samsung, abgesehen vom OLED-TV „ES 9500“, bei der diesjährigen IFA nicht auf und zeigt größtenteils bereits auf dem Markt befindliche Geräte.


Ganz interessant war deshalb noch der Touchscreen „SUR40“ mit Microsoft Pixelsense. Hierbei handelt es sich um eine Bewegungssteuerung per Infrarot, die auf Schatten reagiert. Dabei wird jeder Finger auch als solcher erkannt. Diese Technik macht wirklich Spaß und Lust auf mehr. Samsung könnte sich damit den Weg in zahlreiche Büros bahnen.
Ganz neu war auch ein 21 Zoll großer Transparenter Showcase, bei dem die Lichtquelle für das Schaufensterbild von unten kommt und das Display komplett transparent ist. Im Schaukasten selbst ist eine Uhr ausgestellt, die vom vorliegenden durchsichtigen Display zusätzlich animiert wird. Hier sieht man die Zukunft der Kaufhausschaufenster und fühlt sich direkt, als wäre man in einem Science-Fiction-Streifen gelandet.

Panasonic


Panasonic zeigt ebenso wie Samsung nur Modelle, die bereits auf dem Markt sind. Das Spitzenmodell auf dem Plasma-Markt „VT50“ wird hier nur beiläufig, ganz am Rande der Großen Modellwand gezeigt. Für uns unverständlich. Punkte macht Panasonic vor allem in einem dunklen Gang, wo es vor allem um 3D geht. Neben dem Modell von Toshiba wird hier einer der wenigen 3D-TVs ohne Brille vorgestellt. Im Gegensatz zu Toshiba trumpft Panasonic mit einer Größe von 103 Zoll mächtig auf. Funktioniert hat das 3D ohne Brille bei beiden Herstellern leider nur mittelmäßig. Man merkt jedoch eindeutig, dass 3D ohne Brille weitaus entspannter ist, als mit. Geben wir der Technik noch etwas Zeit zum Reifen…
Überwältigt wird der IFA-Besucher von einem sagenhaften 154 Zoll (368cm Diagonale) Plasma mit 8K Auflösung. Das Bild hat solch eine enorme Tiefenwirkung, dass es vorstellbar ist, dass diese Technik die heutige 3D-Technik ersetzen kann. Wir standen weniger als 1m vor dem Monsterbildschirm und konnten keine Pixelkörnung oder andere Unreinheiten erkennen. Es sah zum Anfassen echt aus. Leider bleibt der 154 Zoll Riese ein Prototyp und soll dem Messebesucher lediglich die technischen Möglichkeiten vor Augen führen.

Sharp


Der Hersteller Sharp kann uns auf der IFA mit seinen gezeigten TV-Modellen nicht beeindrucken. Das Größte LED-Modell hat eine Diagonale von 90 Zoll, wobei die Bildqualität leider sehr zu wünschen übrig lässt. Er ist eben einfach „nur“ groß. Ebenso wie die meisten anderen präsentiert auch Sharp einen Fernseher mit 4K Auflösung. Bei der automatischen Präsentation in einem extra Raum mit nur wenigen Zuschauplätzen zeigt Sharp das Upscaling einer herkömmlichen 1080p Videoquelle zu 4K mit Hilfe seiner „ICC“ Technologie. Die Verbesserung am gezeigten Vorführgerät war enorm. Ob dieser Vergleich jedoch wirklich aussagekräftig ist, können wir nicht bestätigen. Wirklich überzeugen kann uns hier leider kein einziges Modell.

Toshiba


Wie auch Panasonic zeigt Toshiba mit dem „55ZL2G „ einen der ersten 3D-LED-TVs auf dem deutschen Markt, bei dem man keine Brille mehr benötigt. Im Gegensatz zu Panasonic ist Toshibas 3D ohne Brille bereits auf dem deutschen Markt erhältlich. Im 2D-Modus wartet der „55ZL2G“ mit einer 4K Auflösung auf. Im 3D Modus ohne Brille sind es dann leider nur noch 720p. Aufgrund der vielen Menschen, die sich auf der IFA um das Gerät tummeln, kann man leider nicht so recht sagen, wie gut das 3D ohne Brille wirklich funktioniert. Beim Test vor Ort mussten wir uns schon stark bemühen, genauso zu stehen, wie es das Gerät möchte, da das Bild ansonsten verschwimmt. Zu Hause soll das laut Hersteller, dank der automatischen Gesichtserkennung, kein Problem sein. Die Qualität des 3D ist besser als bei Panasonic, jedoch nicht gerade überragend.
Neben dem „55ZL2G“ zeigt Toshiba in Konkurrenz zu LG ebenfalls ein 84 Zoll Display mit 4K Auflösung und nennt es „Quad Full HD TV“. Qualitativ kommt Toshiba recht nahe an Konkurrent LG heran. Auf der Messe zeigte man sogar einen Ausschnitt von Fluch der Karibik 4 (1080p Quelle), welcher durch das Upscaling enorm an Qualität und Tiefenwirkung gewinnt. So toll sah Fluch der Karibik noch nie aus. Zum Preis und Release konnte man uns leider nichts sagen.





06.09.2012 14:23 Uhr | Autor: Hypothenuse | Kategorie: Tests | Tags: Samsung, LG, Testbericht, IFA, Technik


06.09.2012 20:35 Uhr von Hypothenuse
Toshiba und Samsung haben bereits 4K Modelle auf dem Markt. Die anderen Hersteller folgen alle noch in diesem Jahr mit 4K.

06.09.2012 18:07 Uhr von Jason-X-666
8K??? Die haben ja noch nicht mal 4K auf den MArkt gebracht...

06.09.2012 16:49 Uhr von Tomcat2003
Ich weiß nicht... Da will doch nur jeder den "Größeren" haben... Auch wenn es sich bei manchen Geräten um Prototypen bzw. Einzelanfertigungen handeln mag. Wo soll man den Platz für einen 55 Zoll Fernseher in einem normalen Wohnzimmer hernehmen?

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