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Blu-ray Review: Leaving Las Vegas (Digital Remastered)


Blu-ray Review: Leaving Las Vegas (Digital Remastered)

Mike Figgis eindrucksvolles Alkoholiker-Drama geht direkt unter die Haut. Nicolas Cage gewann für seine überzeugende Leistung den Oscar® und den Golden Globe als Bester Hauptdarsteller! Nun ist der Klassiker in einer digital überarbeiteten Fassung erhältlich.



Leaving Las Vegas - 16,80 EUR

Story:
Hollywood-Drehbuchautor Ben Sanderson ist beruflich wie privat gescheitert und dem Alkohol verfallen. Desillusioniert und müde hebt er sein letztes Geld ab und begibt sich nach Las Vegas, um sich in der Glitzermetropole zu Tode zu trinken. Durch die Begegnung mit der Prostituierten Sera findet er überraschend Liebe und Geborgenheit, doch seine Selbstmordabsichten bleiben davon unberührt. Er nimmt Sera das Versprechen ab, seinen selbstzerstörerischen Abstieg niemals aufzuhalten …

Es gibt Filme, die sich einem unangenehmen aber doch alltäglichen Thema annehmen. Selten gelingt es dabei, den Zuschauer auf lange Zeit bei Laune zu halten. Wenn es dann aber jemandem gelingt, dass trotz unbequemen Sujet darüber hinaus auch noch gute Unterhaltung geboten wird, kann man getrost von einem Meisterwerk sprechen. Die Rede ist in diesem Fall von „Leaving Las Vegas“, im dem die Alkoholsucht, in diesem Fall im Endstadium, thematisiert wird. Als Vorlage für den Film diente übrigens der gleichnamige Roman von John O’Brien, der darin seine eigene Erfahrungen verarbeitete. Tragisch: Der Autor nahm sich nur 2 Wochen vor Drehbeginn im Alter von 33 Jahren das Leben.
In diesem Fall wird die Story um eine einzigartige, eigenwillige Romanze, die obwohl aus dem Gehirn eines Drehbuchautors entsprungen, authentischer und natürlicher nicht dargestellt hätte werden können. In den Hauptrolle dazu glänzen Elisabeth Shue und einem absolut herausragenden Nicolas Cage, die dem Film erst letztendlich das Leben einhauchen. Da ist es eher nebensächlich, dass das Erzähltempo eher gemächlich gehalten wurde. Aber wieso sollte man auch aufs Gaspedal drücken, wenn gerade dadurch die Atmosphäre immer noch bedrückender wird. Da sind Sätze wie „„Ich bin nur hier, um mich tot zu saufen“ letztendlich Programm. Der Film lebt ja gerade von dieser natürlichen Entwicklung, von der dadurch sich immer mehr vertiefende Charakterzeichnung. Die zarten Bande, die sich zwischen den Figuren Ben und Sera entwickeln, die den Film noch intensiver werden lassen. Wenn dann noch der Antagonist Yuri (super gespielt von Julian Sands), auf den Plan tritt, sorgt das nur noch für mehr Kontrast. Das sich Nicolas Cage entsprechend auf den Film vorbereitete, zeigt letztendlich, wie authentisch die Rolle dargestellt wird. Der Schauspieler hat nämlich vor den Dreharbeiten sich betrunken und dabei von einem Freund Filmen zu lassen. Danach hat er sich das Video angeschaut um zu erfahren, wie er im betrunkenen Zustand spricht. Nicht umsonst hat er für diese Darbietung einen Oscar sowie einen Golden Globe Award erhalten.
Der Film ist tragisch, durch und durch. Kein Film für zarte Gemüter. Da ist es nur konsequent, dass die Darstellung von vorne bis hinten nichts beschönigt, aber auch keinerlei Wertung abgibt, sondern alles dem Auge des Betrachters überlässt. Regisseur Mike Figgis hat mit „Leaving LasVegas“ sein wohl bis dato bestes Werk abgeliefert.


Regisseur Mike Figgis hat mit „Leaving Las Vegas“ einen sehr bedrückendes, authentisches und emotionales Liebesdrama der besonderen Art abgeliefert. Zwar ist aufgrund des Ausgangsmaterials keine Referenz Blu-ray entstanden, was den Zuschauer nicht daran hindern sollte, sich den Film anzuschauen, es lohnt sich.

Bild:
Das Bild ist im Vergleich zur bisherigen Blu-ray Fassung wesentlich besser ausgefallen. Das macht sich vor allem bei der Schärfe bemerkbar, die hier deutlich detailreicher ausgefallen ist, als bei der bisherigen Version. Dazu sind die Farben sehr natürlich bei einem ausgewogenen Kontrast. Der Schwarzwert ist gut könnte stellenweise zwar noch ein wenig satter sein, zeigt aber auch deutliche Vorteile zur vorherigen BD. Der Transfer ist sehr sauber ausgefallen, so dass so gut wie keinerlei Schmutzspuren aufgefallen sind. Die Kompression arbeitet ebenfalls auf einem hohen Niveau und lässt keinerlei Spuren erkennen.

Ton
Der deutsche Ton liegt sowie der englische in DTS HD MA 5.1 vor. Der Film ist ohnehin sehr dialoglastig ausgefallen, so dass die mangelnde Räumlichkeit und darüber hinaus die zurückhaltenden Bässe nicht sonderlich stören bzw. fehlen. Wobei: Ganz arbeitslos steht der Subwoofer schließlich auch nicht in der Ecke. Die Dynamik ist recht umfangreich gehalten und sorgt für einen recht natürlichen Klang. Die Balance präsentiert sich ausgewogen, so dass Elemente wie Hintergrundgeräusche, die Dialoge und der Score gleichberechtigt zu hören sind. Zwar keine herausragende Abmischung, aber dafür absolut zweckdienlich und ausreichend.


Extras:
Making of (SD; ca. 5 min.)
Interviews mit Nicolas Cage, Elisabeth Shue und Julians Sands (SD; ca. 12 min.)
B-Roll (SD; ca. 10 min.)
Trailer (SD; ca. 2 min.)

Beim Bonusmaterial wird lediglich der niedrige Standard geboten. Das bedeutet im Klartext, dass sich auf der Blu-ray lediglich ein kurzes Making of, Interviews sowie ein Behind the Scenes Featurette befinden. Den Original Kinotrailer gibt es noch oben drauf. Die Beiträge liegen dabei nur im SD Format vor. Immerhin gibt es noch ein Wendecover oben drauf.

Bildmaterial & Pressetext © Copyright StudioCanal

Titelbild


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23.10.2016 07:16 Uhr | Autor: Jason-X-666 | Kategorie: Bald auf Blu-ray | Tags: Bald auf Blu-ray, Reviews, StudioCanal


09.11.2016 11:21 Uhr von Ace2606
Remaster meiner Meinung nach überflüssig

01.11.2016 19:52 Uhr von ralf55
Da war Nicolas noch gut!

29.10.2016 08:23 Uhr von allibabba
den müsste ich auch mal wieder anschauen

29.10.2016 07:34 Uhr von janni555
toller Film mit einem damals super Schauspieler

28.10.2016 06:50 Uhr von bibo84
Die früheren Cage-Filme waren teilweise echt klasse, auch dieser hier gehört noch dazu.

27.10.2016 17:30 Uhr von Lillifee
Brauche ich nicht in der Sammlung

26.10.2016 18:24 Uhr von arlo91
ich schlage zu Smiley :

26.10.2016 17:47 Uhr von majo
Reicht mir auf Kabel 1

26.10.2016 15:28 Uhr von werder05
Echt guter Film aber muss ihn nicht in der Sammlung haben

23.10.2016 10:15 Uhr von Sandy_G
ein toller Film, aber da reicht mir, dass ich den mal gesehen habe

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