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Blu-ray Review: 3 Movies - The Awakening (2011) + The Tall Man + The Return (2006) (3-Disc Set)


Blu-ray Review: 3 Movies - The Awakening (2011) + The Tall Man + The Return (2006) (3-Disc Set)

Der Publisher Universum Film veröffentlicht hin und wieder bereits bekannte Titel zu einem Genre Set als 3-Disc Set auf Blu-ray zu einem erschwinglichen Preis. Der Augenmerk liegt dabei thematisch ähnliche Filme oder gar Filmreihen zu bündeln. So auch im Falle der beiden Titel The Awakening (2011) + The Tall Man + The Return (2006), die jüngst imTripleset erschienen sind. Hier das Review dazu:



The Awakening - Geister der Vergangenheit

England, 1921: Das Land ist nach dem Ersten Weltkrieg von Trauer erschüttert. Viele Menschen versuchen Trost zu finden, indem sie durch ein Medium mit einem gefallenen Angehörigen Kontakt aufnehmen. Die Autorin Florence hat es sich zur Aufgabe gemacht, Betrügereien aufzudecken, die als übernatürlichen Phänomene verkauft werden. Als sie den Todesfall eines Schülers aufklären will, ereignen sich höchst seltsame Dinge und und sie muss sich eingestehen, dass hier wirklich übernatürliche Mächte im Spiel sind…



Klingt ja schon fast wie eine billige Kopie von "The Conjuring", aber tatsächlich war "The Awakening" doch noch ein wenig früher am Start! Unter der Regie von Nick Murphy (Primeval. Occupation) entstand bereits im Jahr 2011 ein mystischer Grusel Thriller, der gerade durch den Flair mit dem Setting Britanniens eine gewisse Hammer Studio Atmosphäre aufkommen lässt. Dabei bleibt auch Platz genug für einige dramatische Elemente, die aber an der Spannung kaum einbüßen lassen.
In den Hauptrollen wurden Rebecca Hall (Transcendence, Prestige - Die Meister der Magie), Dominic West (Money Monster, The Wire), Lucy Cohu, Alfie Field oder Diana Kent wirklich gut und stimmig besetzt. Zumindest spielt jeder der Darsteller seine Rolle sehr glaubhaft und natürlich.
"The Awakening - Geister der Vergangenheit" befasst sich dabei nicht nur in geschichtlicher sondern auch cineastischer Hinsicht mit seiner britischen Geschichte (Stichwort Hammer Studios, Spanische Grippe, erster Weltkrieg), was dabei gut verbunden wurde und somit aus dem ganzen einen schönen Horrorfilm der alten Schule werden lässt.


Bild:
Das Bild liegt im Ansichtsverhältnis 2,35:1 vor und wurde in AVC codiert. Obwohl der Film komplett digital gedreht wurde, bedeutet dies nicht gleiche eine einwandfreie Darstellung. Im Gegenteil, denn durch zahlreiche Filter, Effekte und Verfremdungen sorgt dies für etwas Schärfeverlust und eine nicht immer natürliche Farbdarstellung. Darüber hinaus ist auch der Kontrast mitunter nicht ganz ausgewogen, was zu Problemen bei der Durchzeichnung führt. Schade, da wäre sicherlich mehr drin gewesen, wobei aber dennoch ein insgesamt gutes HD Bild geboten wird.

Ton:

Der Ton liegt sowohl in Deutsch als auch Englisch verlustfrei komprimiert in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Das Original klingt im Vergleich nicht nur natürlicher sondern darüber hinaus aufgrund der Dialoge wesentlich authentischer, weswegen dieser Variante der Vorzug gelten sollte. Die deutsche Synchronisation bietet eine gute Dynamik, bei solider, aber verbesserungsfähiger Balance. Der Bass ist etwas schwach ausgefallen und könnte insgesamt druckvoller sein. Surroundeffekte sind eher selten, wobei sich der Score durchgehend über sämtliche Kanäle verteilt. Die Dialoge sind jederzeit problemlos zu verstehen.

Extras:
Interview mit Dominic West
Interview mit Rebecca Hall
Interview mit Imelda Staunton
Interview mit Isaac Hempstead-Wright
Interview mit David Thompson
Interview mit Nick Murphy
B-Roll
Originaltrailer
Trailershow

The Tall Man:

In der abgelegenen Bergarbeiterstadt Cold Rock, führt die Krankenschwester Julia mit ihrem kleinen Sohn David ein ruhiges Leben. Als jedoch nach und nach Kinder aus der Stadt verschwinden, wird der Frieden der Kleinstadt erschüttert. Die Einwohner vermuten, dass ein mysteriöses Wesen, von allen "The Tall Man" genannt, dahinter steckt. Als eines Nachts auch David verschwindet, begibt sich Julia auf die Fersen des "Tall Man" und gerät in einen schrecklichen Albtraum.



Der Regisseur und Drehbuchautor in Personalunion hat mit seiner neuen Arbeit einen klassischen Grusel Film angeliefert, bei dem weniger blutige Elemente als tatsächlich schaurige Momente und eine schön düstere Atmosphäre im Vordergrund stehen. Dabei sollte man als Zuschauer nicht den Fehler begehen und voreilige Schlüsse ziehen. Denn gerade wenn man glaubt, den Film durchschaut zu haben und Vorhersehbarkeit vorwerfen möchte, überrascht Laugier den Betrachter mit einer nicht einkalkulierbaren Wendung die sich gewaschen hat. Und dem nicht genug legt er noch einen obendrauf und lenkt die Geschichte in eine komplett andere Bahn, die ebenfalls ihren Reiz hat. Zwar sind einige Elemente davon nicht ganz unbekannt, aber dennoch bleibt die Handlung bis zur letzten Sekunde spannend, da der Regisseur sobald er eine Tür öffnet eine weitere immer noch verschlossen hält und so dem Zuschauer abverlangt weiter zu schauen, bis sich diese öffnet. Lediglich der Schluss zieht sich ein wenig in die Länge und passt nicht ganz zum hohen Niveau der restlichen Handlung. Wenigstens ist das Finale nicht komplett an den Haaren herbeigezogen, wobei die spannende Atmosphäre dennoch darunter keineswegs leidet.
Allerdings stößt der Film international auf geteilte Meinungen. Während ein Teil den Film abfeiert und positiv in Kritiken und Foren erwähnt, gibt es ebenso viel negative Stimmen. Bei der Kritikseite rottentomatoes beispielweise erhielt der Film lediglich ein Rating von 5,1. An den Kinokassen entwickelte sich der Streifen ebenfalls zum Flop, da er bei einem Budget von 18,2 Millionen US-Dollar lediglich 5,2 Millionen US-Dollar wieder einspielen konnte. Das kann ich zwar hinsichtlich der Tatsache nachvollziehen, dass Laugiers den Zuschauer mit zahlreichen Wendungen vielleicht mitunter überfordern mag. Doch letztendlich hatte ich persönlich diesbezüglich keinerlei Probleme und fand den Film wirklich bis auf wenige Ausnahmen durchweg spannend.
An den Schauspielern kann es ebenfalls nicht gelegen haben, denn gerade Hauptdarstellerin Jessica Biel („Total Recall“) ruft sämtliche Facetten ihres Könnens ab. Ebenfalls großartig: Jodette Ferland („Silent Hill“) als stumme Jenny Weaver, die eigentlich bald ihren großen Durchbruch feiern sollte. Die restliche Besetzung liefert ebenfalls eine sehr gute Leistung ab. Stephen McHattie („Krieg der Götter“) zeigt sich als Lt. Dodd da zwar etwas einseitig, aber der kleine Jakob Davies (in der Rolle des David Johnson) ist für sein Alter durchaus vielversprechend.
So erfindet „The Tall Man“ das Rad gewiss nicht neu. Dennoch schafft der Film es trotz mancher Unkenrufe sich angenehm von der Masse hervor zu heben. Für Genrefans, die den klassischen Grusel bevorzugen, ein Geheimtipp.


Bild
Gedreht wurde digital mit Red One Kameras. Das bei Digitalkameras gerne auftretende Rauschen tritt nur minimal und schwach in Erscheinung. Dafür ist die Schärfe wirklich atemberaubend. Textilien Oberflächen, Fahrbahn Belage, Haare, Hautporen… all das wird mit einer feinen Detailzeichnung wiedergegeben. Die Farben sind natürlich und kräftig. Das einzige wirkliche Manko ist der Kontrast, der zwar an und für sich gut, aber nicht kräftig genug eingestellt wurde. So entfaltet der Schwarzwert gerade in den zahlreichen düsteren Szenen nicht seine volle Pracht. Dafür gibt es wenigstens keinerlei Probleme mit der Durchzeichnung, da beispielsweise in der Szene im Wald sämtliche Bäume, Sträucher, Äste und ähnliches nicht im Dunkel untergehen. Weitere Beeinträchtigungen wie Artefakte, Aliasing oder Halo Effekte sind nicht aufgetreten.

Ton
Der Ton ist bei einem Horrorfilm ein wichtiges Element um für zusätzlichen Grusel zu sorgen. Gerade eine ausgewogene Abmischung wie geschickt platzierte Hintergrundgeräusche sind diesbezüglich entscheidende Werkzeuge. Diese werden bei „The Tall Man“ ausgezeichnet in Einsatz gebracht. Die deutsche DTS HD Master Audio Spur präsentiert sich sehr natürlich und vielseitig, was leider nicht selbstverständlich ist. Die Dynamik – ebenfalls nicht unwichtig – erweist sich als umfangreich, ohne dass Nachregelungen notwendig sind. Die Surroundkanäle kommen ebenfalls hervorragend zur Geltung. In der Szene mit dem Gewitter legt sicher der Blitzeinschlag nicht nur über Sämtliche Lautsprecher sondern präsentiert beim Donner einige außerordentlich tiefe Bässe. Die Dialoge bleiben jederzeit klar verständlich.

Extras:
Interview mit Jessica Biel
Interview mit Stephen McHattie
Interview mit Pascal Laugier
Interview mit Clément Miserez
Original Trailer
Trailershow

The Return:

Joanna Mills (Sarah Michelle Gellar) ist schön, jung und erfolgreich. Nur in ihrem Privatleben sieht es gar nicht gut aus: Zu ihrem Vater (Sam Shepard) und Freunden hat sie kaum Kontakt, ihr Ex (Adam Scott) entpuppt sich als Stalker, und Nacht für Nacht wird sie von düsteren Alpträumen geplagt. Darin wird sie von einem Mann in schwarzen Stiefeln verfolgt und begegnet immer wieder einer von panischer Angst gequälten, unbekannten jungen Frau, die sie vor etwas zu warnen scheint. Doch allmählich werden aus den Alpträumen übersinnliche Visionen, die sogar reale Spuren auf Joannas Körper hinterlassen. Was ist Einbildung - was Realität? Joanna muss der Sache auf den Grund gehen.
Ihre Erinnerungen und Gefühle führen sie schließlich in die unheimliche texanische Kleinstadt La Salle. Obwohl Joanna noch nie hier gewesen ist, kommt ihr alles an diesem Ort seltsam bekannt vor. Hier begegnet sie dem Außenseiter Terry (Peter O'Brien), zu dem sie sich auf unerklärliche Weise spontan hingezogen fühlt. Kann sie ihm vertrauen? Und ist es wirklich ihr Ex-Freund, der sie bis hierher verfolgt hat? Ein düsteres Geheimnis lauert über dieser Stadt, und bei der Suche nach der Wahrheit wird Joanna mehr und mehr mit den Geistern ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert...



The Return ist schon ein bißchen älter, 11 Jahre alt um genau zu sein, was aber keinen Einfluss auf den Gruselwert hat. Universum Film hat hier mit den drei Titeln eine sehr gute Zusammenstellung herausgebracht, denn auch The Return schlägt in eine ähnliche Kerbe wie die bereits beiden vorhin erwähnten Titel. Es geht also mysteriös weiter, wobei der hier vorliegende Titel nicht ganz an seine beiden Vorgänger heranreichen kann, aber dennoch guten Grusel bietet.

Regie führte bei "The Return" der eher unbekannte Asif Kapadia, der noch am ehesten durch die Biopics Amy - The Girl behind the Name und Senna - Genie, Draufgänger, Legende aufgefallen ist. Man merkt schon ein wenig, dass ihm das routinierte Händchen für einen Gruselfilm fehlt, wobei - wie gesagt - The Return dennoch solide Unterhaltung bietet. Dem kommt beispielsweise das gute Drehbuch bzw. die spannende Geschichte zu gute, wobei auch die Schauspieler wie u.a. Sarah Michelle Gellar ("Buffy - Im Bann der Dämonen", "Possession - Die Angst stirbt nie"), Peter O'Brien ("Bean - Der ultimative Katastrophenfilm), Sam Shepard (Midnight Special", "Stealth - Unter dem Radar"), Adam Scott ("Reign Over Me - Die Liebe in mir") oder Kate Beahan ihr Scherflein dazu beitragen.

Bild
Das Bild schaut nicht schlecht aus und lässt deutlich erkennen, dass es sich um eine Blu-ray handelt. Dennoch ist nicht alles in Ordnung. Die Schärfe bewegt sich auf einem guten Niveau. Die Randbereiche erweisen sich aber häufig als recht unscharf, wobei auch schnelle Kameraschwenks zu Bewegungsunschärfen führen. Der Kontrast ist gut eingestellt, aber nicht durchweg ausgewogen. Das macht sich gerade in dunklen Bereichen bemerkbar, die etwas matt ausgefallen sind und kräftiger sein könnten. Die Farben sind eher matt und kühl gehalten, bleiben aber stets natürlich. Kompressionsspuren sind nicht aufgefallen.

Ton
Der Ton (Deutsch und Englisch in DTS-HD Master Audio 5.1) bleibt über weite Strecken sehr unauffällig und frontlastig. Einige diffuse Hintergrundgeräusche hier und da und die dezent eingesetzte Musik sind über sämtliche Kanäle zu hören, mehr aber auch nicht. Erst zum Schluss hin macht sich etwas mehr Volumen bemerkbar. Die Dynamik ist gut, die Balance ausgewogen. Die Dialoge sind stimmig und durchweg klar zu verstehen.

Extras:
Deleted Scenes
Alternatives Ende
Making of

Bildmaterial, Trailer und Pressetext Copyright Universum Film





06.10.2016 13:35 Uhr | Autor: Jason-X-666 | Kategorie: Bald auf Blu-ray | Tags: Bald auf Blu-ray, Reviews, Universum Film


14.10.2016 05:04 Uhr von bibo84
Alle drei Titel sagen mir nicht zu, und ich denke mal, anders als in einem solchen Set bekommt man die Filme sonst auch nicht verkauft.

13.10.2016 14:42 Uhr von Michael_Meyer
starkes Set, solche Zusammenstellungen mag ich eh

13.10.2016 04:58 Uhr von Kaspian
Sieht interessant aus bei einem guten Preis wird es gekauft

12.10.2016 19:03 Uhr von janni555
da passe ich!

11.10.2016 19:13 Uhr von Megatron_SO
habe übrigens mittlerweile vorbestellt Smiley :

11.10.2016 15:48 Uhr von Lillifee
Sieht interessant aus

11.10.2016 07:35 Uhr von ralf55
Durchaus interessant!

09.10.2016 07:29 Uhr von Martino
hab schon zwei Titel davon, da brauche ich keine Box, auch wenn die Platz spart...

08.10.2016 12:07 Uhr von allibabba
Tall Man lohnt sich

07.10.2016 13:49 Uhr von Megatron_SO
Hm, The Tallman und The Awakening interessieren mich eh schon seit langem, da rentiert sich so eine Box

07.10.2016 04:47 Uhr von werder05
Alle 3 bereits gesehen. Ist aber nichts für mich die Box

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