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Review: Steven Spielbergs Directors Collection

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Review: Steven Spielbergs Directors Collection

Beitragvon Limbohuber Do 9. Okt 2014 21:02

Da nicht in unserer DB, hier die Review.

Die Box besteht aus
- Duell (zum ersten Mal auf BD)
- Sugarland Express (zum ersten Mal auf BD)
- 1941 - Kinoversion (zum ersten Mal auf BD)
- 1941 - Extended Versions (zum ersten Mal auf BD)
- E.T.
- Der weiße Hai
- Jurassic Park 1 & 2
- Always (zum ersten Mal auf BD)

Im Review geht us um die Erstveröffentlichungen.

Film: Duell


Das Erstlingswerk von Spielberg.
Damals schon viel beachtet, hat Spielberg es doch geschafft einen sehr spannenden Low-Budget-Film in die Kinos zu bringen.
Noch heute gilt "DUELL" als Klassiker. Auch als Vorzeigefilm, was man mit Kreativität und kleinem Geld zaubern kann.

"Duell" erzählt die Geschichter eines Handelsvertreters, der von einem LKW Fahrer gejagt wird.
Alles beginnt wie immer harmlos. Einem Überholmanöver.
Der LKW überholt zurück....der Tanz kann beginnen.

Heutzutage mag der Plot an sich keinen mehr vom Hocker ziehen.
Dazu ist der Film zu alt.
Und auch zu oft kopiert.

Faszinierend ist, was Spielberg damals aus der eigentlich dünnen Geschichte machte.

Bis zum Ende bleibt es spannend.
Wer wird gewinnen?
PKW oder LKW?

Immer wenn man denkt "Das ist es jetzt", wird der Spannungsbogen noch etwas weiter angezogen.

Wenn man so will, ein moderner Klassiker.

Wertung: 9 von 10


Bild:
Gemessen an dem Alter ist das Bild gut.
Verglichen mit Restaurationen noch älterer Filme fehlt da noch ein gutes Stück.
Nun kann es sein, daß von diesem "Low Budget" Film nicht viel Material zum restaurieren vorhanden war.

Dennoch überkommt einem das Gefühl, daß hier "nur" eine Software ihren Dienst tat
Die typischen Bildschwankungen in Sachen Durchzeichnung, Bildschärfe und Farbstabilität treten durchweg auf.
Ebenso verhält es sich beim Bildkorn.

Wertung: 6 von 10

Ton:
Der Stereo-Ton überzeugt durch seine Sprachverständlichkeit.
Die Dynamik ist gemessen an dem Alter okay.

Wertung: 6 von 10

Extras:
Orignal Trailer

Wertung: 0,5 von 10

Fazit:
Zum ersten Mal auf Blu-ray fasziniert Spielbergs Erstlingswerk noch immer.
Ob die Restauration das Optimum darstellt, bleibt die Frage.
Ebenso ob die gewählte deutsche Synchro alle Fans zufrieden stellen wird.

Wertung: 7,5 von 10


Film: Sugarland Express

Spielbergs Zweiter "Streifen" geht noch eine Stufe weiter in Sachen Spannungssteigerung.
Die Handlung spielt im Jahre 1969 - aus heutiger Sicht muss man also eine kleine Zeitreise machen.
Und der Film beginnt gleich mit einem Knall - einem Gefängnisausbruch.
Hauptdarstellerin Goldie Hawn als Lou Jean holt ihren Eheman Clovis (William Atherton) aus dem Knast.
Anschliessend nimmt der Film richtig Fahrt auf.
Autodiebstahl, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Entführung....
Ziel: Sugarland.
Grund: Baby Langston zurückholen.
Baby Langston wurde Lou Jean vom Sozialamt weggenommen.
Zu Unrecht, findet die arbeitslose und vorbestrafte Kosmetikerin.

Schon bald hängt dem flüchtenden Trio, Polizist Slide ist stets dabei (Stockholm Syndrom), die halbe Polizei von Texas im Nacken.
Angeführt von Captain Tanner, der diesen Konflikt möglichst friedlich lösen will.

Doch je länger die Fahrt dauert, desto populärer wird das Trio.
Medienpräsenz sei Dank....schon damals.
Eh sich es die Polizei versieht, sind die drei Medienstars und Helden der Arbeiterschicht.

Captain Tanner bricht mit (s)einer Tradition, um mit der Zeit mitgehen zu können.

Sugarland Express ist nicht nur ein (immer noch) sehr gut inszenierter Thriller.
Sondern auch eine Abrechnung mit den Medien, der US Gesetzgebung und dem amerikanischen Traum.
Obwohl der Film nicht 100%ig ein schlimmes Ende nimmt, so ist die wahre Geschichte dahinter doch etwas desillusionierend.
Denn: Wie im Film bekommt die echte "Lou Jean" nach diesem Trip ihr Kind.
Justizirrtum?
Wenn ja, wann ist dieser geschehen.
Und - warum?

Wertung: 9 von 10

Bild:
Siehe auch "Duell"
Wertung: 6 von 10

Ton:
Siehe auch "Duell"
Wertung: 6 von 10

Extras
Ein Original-Trailer
Wertung: 0,5 von 10

Fazit:
"Sugarland Express" ist für manchen ebenfalls ein moderner Klassiker.
Bild und Ton präsentieren zwar nicht unbedingt im zeitgemäßen, technisch machbaren Gewand.
Einen Blick auf den "Sugarland Express" sollte man unbedingt werfen.

Spielberg arbeitete zudem erstmalig mit Komponist John Williams zusammen.
Wertung: 7,5 von 10


Film: 1941 - Wo bitte gehts hier nach Hollywood
Kino / Extended Version


"1941" - einer, wenn nicht DER umstrittenste Film von Spielberg.
Von der Presse überwiegend verrrissen, spielte der Film dennoch beachtliche 80 Mios USD ein.
Um den Film wirklich zu mögen, muss man wohl schon ein großer Hollywood-Kenner sein.
Hier werden offenbar zahlreiche US-Streifen zitiert und durch den Kakao gezogen.
Gleiches gilt für Politiker wie auch SchauspielerInnen.
Interessanterweise war die Videoauswertung deutlich kürzer als die Filmfassung.
Dieser war wiederum kürzer als der nun erhältlich Extended Cut.

Der Extendend Cut liegt in dieser Kollektion nur auf Englisch, dafür komplett deutsch untertitelt, vor.
Die Spielzeit ist satte 27 Minuten länger als die normale Version.

"1941" nimmt als Ausgangspunkt den Versuch der Japaner im Sog von "Pearl Harbour" weitere US Ziele anzugreifen.
Zumindestens war das die damaliger Version der US Armees: Die sogenannte Schlacht um Los Angeles.
Welche es nie gab.
Nur Hysterie.

Und ähnlich gestaltet sich der Film: Durchgeknallt und phasenweise hysterisch.
Nicht jedermanns Sache.

Aber allein schon wegen Candy, Belushi (John !), Aykroyd und Beatty macht der Film Laune.
Und dann ist da ja noch Stretch aka Stress!
Wertung: 8,0 von 10

Bild:
Im Vorspann des Extended Cuts heisst es, daß das Bild aufwändig restauriert wurde.
Und das es technisch bedingt zu "Bild-Aussetzern" kommen kann.
Sieht man dann das Bild, fragt man sich: Sieht das nicht verdammt nach Software aus?

Zwar deutlich weniger Bildschwankungen als bei "Duell" oder "Sugarland Express", doch das typische "Grieseln" (nicht Körnung) ist nicht zu wegzureden.
Wertung: 7,5 von 10


Ton:
Der deutschsprachige Zuschauer bekommt eine Stereo-Spur geboten.
Die ist soweit auch ganz gut, macht ihren Job ohne Fehl und Tadel.
Die Offenbarung ist es nicht, teils klingt die Spur etwas zu höhenbetont, teils mit etwas viel Nachhall.
Testet man die englische 5.1 DTS-HDMA Spur, ist logischerweise mehr Räumlichkeit vorhanden.
Doch auch hier ist der Hang zu den Höhen unüberhörbar.
Im Tieftonbereich wird verhalten agiert, teils "matschig".
Die Dynamik ist ausreichend, mehr leider auch nicht.
Wertung: 6,5 von 10

Extras:
Original Trailer
Wertung: 0,5 von 10

Fazit:
Für viele ein Klassiker, für viele andere nur alberner Klamauk.
Ich hätte mir gewünscht, wenn man wenigstens bei 1941 sich doch deutlich mehr Mühe bei der Restauration gegeben hätte.
Wertung: 7,0 von 10


Film: Always
"Always" ist wohl das, was man(n) gemeinhin einen "Frauenfilm" nennt.
Es ist ein Remake des 1943er Films "A guy called Joe" basierend auf dem gleichnamigen Roman.
Pete ist ein draufgängerischer "Fireeater", ein Pilot, der weder Tod noch Teufel kennt.
Als Hot-Shot verschrien, für seine kühnen Taten gefeiert und bewundert.
Pete ist in Dorinda verliebt, und umgedreht, leider auch in seinen Job.
Dorinda eher nicht. Sie möchte mit Pete eine Familie gründen.
Da kommt der Job als Piloten-Ausbilder doch gerade recht.
Einen Flug noch, dann ist Pete bereit für die Liebe seines Lebens seine andere Liebe (ja, es ist der Job) fallen zu lassen.
Pete rettet auf diesem Flug seinem Piloten-Kumpel Al mit seiner Maschine das Leben.
Doch diesen waghalsigen Einsatz bezahlt Pete mit seinem Leben.

Ein Engel, Audrey Hepburn in ihrer letzten Rolle, klärt ihn auf, gibt ihm einen Job.
Macht er diesen Job richtig, wird er in den Himmel kommen können.
Pete muss einem mittelmäßigem Piloten nicht nur zeigen, wie man Feuer löscht.
Sondern auch wie man die Liebe zu Dorinda gewinnt. Dabei muss Pete selbst loslassen, damit Dorinda ihn vergessen kann.

Klingt kitschig, schnulzig, romantisch ?
Ja, ist es auch.
Muss ja nicht schlecht sein.
Nicht falsch verstehen!

Neben all den Irrungen und Wirrungen der Liebe gibt es auch ziemlich gut gemachte Flugszenen.
Immer mit dem Hintergrund, daß "Always" 1989 gedreht wurde.

Ich habe ja nichts gegen romantische Filme, sie müssen nur das Herz berühren.
Das geht auch bei einem Mann.
Bei "Always" klappte das eher weniger.
So schön Spielberg die Charaktere und Beziehung von Pete und Dorinda anfänglich erzählte, so plumb wird es nach dem Ableben von Pete.
Das Engelsleben von Pete bringt ein paar lustige Szenen mit sich.
Auf der anderen Seite verliebt sich Dorinda eher Hals über Kopf in Petes Zögling Ted.
Mehr oder weniger pünktlich ein Jahr nach dem Tod von Pete.

Und als ob das noch nicht genug wäre: Just am Todestag fliegt Dorinda eine mega-waghalsige Rettungsaktion.
Wohl wissend, daß sie als Pilot nicht wirklich was taugt.
Schon gar nicht als Fireeater.
Zum Glück fliegt Engel Pete mit....

Das Sahnehäubchen der Geschichte verrate ich an dieser Stelle nicht.
Wertung: 4,0 von 10

Bild:
Das Ausgangsmaterial ist neuer als die anderen Filme, entsprechend weniger auffälig greift die Software ein.
Viele der Weitwinkelaufnahmen machen richtig Laune. Wunderschöne Aufnahme mit toller Plastizität und Durchzeichnung.
Schärfe- und Farbwerte sind gut bis sehr gut. Kontrast und Schwarzwert sind stimmig.
Wertung: 7,5 von 10

Ton:
Deutscher Ton auch wieder nur als Stereo-Spur. :-(
Die macht einen ausreichend bis befriedigenden Job.
Bei "Always" lohnt sich der Wechsel auf die englische 5.1 DTS-HDMA Spur.
Hier kommt dann auch entsprechende Flugzeug- und Feuerinferno-Atmosphäre auf.
Wertung: 6,5 von 10

Extras
Man ahnt es - Original-Trailer
Wertung: 0,5 von 10

Fazit
Mit "Always" hat sich Soielberg vielleicht einen persönlichen Gefallen getan.
Der Film kommt phasenweise über Rosamunde Pilcher Niveau nicht hinaus.
Wer auf Pilcher steht, kommt logischerweise voll auf seine Kosten.

Natürlich kann man über die Filmauswahl streiten.
Immerhin sind einige Premieren dabei, wobei aus meiner Sicht Sugarland Express ein echtes Highlight ist.
Wertung: 4,5 von 10

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