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Jack the Ripper: Das Ungeheuer von London - Blu-ray Details

Jack the Ripper: Das Ungeheuer von London Blu-ray Cover Kurzbeschreibung:

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11,61 EUR

Original Titel: Jack the Ripper: Das Ungeheuer von London
Release: 28.10.2011
Publisher: Splendid Film
Altersfreigabe:

Bild: 1080p
Verpackung: Amaray
Hinweis: Diese Blu-ray Details sind noch nicht komplett oder unbestätigt.
  
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User-Reviews zu Jack the Ripper: Das Ungeheuer von London Blu-ray


samploo
Bewertung Yes Bewertung Yes Bewertung Yes Bewertung Yes Bewertung Yes Bewertung Yes Bewertung Yes Bewertung Yes Bewertung No Bewertung No   (8/10)
Dezember 2013
Verfilmungen ueber den wohl beruehmtesten Serienmoerder Großbritanniens, Jack the Ripper, gibt es wahrlich zuhauf. Ich selbst habe abseits des hier zu besprechenden Films nur "From Hell" mit Johnny Depp gesehen, der mich jedoch nicht vollends ueberzeugen konnte. Hier handelt es sich um eine britische TV-Produktion mit einer sagenhaften Laufzeit von 189 Minuten, die jedoch in einen Zwei-Teiler aufgeteilt wurde.
Bei der Verfilmung beruht man sich auf die Unterlagen und Untersuchungsergebnisse von Scotland Yard, die zur damaligen Zeit entstanden sind. Dies wird eingangs zum Film auch erwaehnt - jedoch auch, dass es sich selbstverstaendlich um eine Dramatisierung der Ereignisse handelt und es sich um Schlussfolgerungen von Experten handelt, man aber natuerlich nicht zu 100% sicher sein kann, dass alles so passiert ist, wie es dargestellt wird. Generell soll sich der Film aber noch am naechsten zur Wahrheit einordnen.

Zur Authenzitaet traegt weiterhin die gesamte Ausstattung bei, sprich die außerordentlich gelungene Kulisse, die das London zum Ende des 19. Jahrhunderts perfekt einzufangen weiß. Die Stadtteile grenzen sich auch gravierend voneinander ab, wenn man das East End (sozusagen das Ghetto), welches durch eine schmutzige und suspekte Gestaltung aufwartet, oder im vollen Kontrast dazu die Umgebung der reicheren Bevoelkerung oder gar die der Royals betrachtet. Die Kostueme sind selbstverstaendlich auf einem gleichwertigen Niveau und man fuehlt sich allmaehlich wirklich in die damalige Zeit zurueckversetzt.

All das waere natuerlich nichts ohne einen faehigen und geeigneten Cast, an dem es hier gluecklicherweise in keiner Form mangelt. Von der kleinsten Nebenrolle bis in die Hauptrollen bekommt man hier ausgezeichnete Darstellungen serviert. Michael Caine ueberzeugt als Inspektor Abberline zunaechst als ein abgehalfterter und zynischer Alkoholiker, der aber zeigt, dass er bei gefordertem Ernst auch konsequent seiner Linie treu bleiben kann und sich an jede Spur krallt um Hinweise zu finden.

In Kombination mit seinem Partner Sgt. George Godley, gespielt von Lewis Collins, ergibt sich ein perfekt harmonierendes Ermittler-Duo, das stets auf neue Faehrten stoeßt und den Zuschauer somit auch stetig neue Vermutungen anstellen laesst. So wird man durchweg munter mitraten, wer der Taeter ist. Derartiges Mitfiebern bzw. unterschwelliges Einbeziehen des Publikums bekommt man heute nicht mehr oder nur sehr selten derart gut unterbreitet, was natuerlich auf die Leistung dieses Duos zurueckzufuehren ist, um nochmal zu verdeutlichen, dass die beiden ihren Job verdammt gut gemacht haben.

Wie bereits gesagt sind die (kleinsten) Nebenrollen darueber hinaus unheimlich gut besetzt bzw. bestechen diese durch ihre sehr guten Darbietungen. Beispielsweise sieht man Armand Assante als amerikansichen Theaterdarsteller Richard Mansfield, der den Verdacht des Zuschauers immer wieder durch seine mysterioese Vorstellung auf sich zu ziehen weiß. Das Gleiche hat man mit Ken Bones, der ein Medium / Wahrsager / Hellseher spielt. Da bringt die Rolle an sich natuerlich einiges an Skepsis mit, was den Zuschauer stets aufhorchen laesst. In anderen Rollen ueberzeugen Peter Armitage als sympathischer Helfer des Duos: Sergeant Kerby, Jane Seymour als die ehemalige Frau von Inspektor Abberline, die immer noch engeren Kontakt zum Inspektor hat, was dessen Objektivitaet schwinden laesst und innere Konflikte aufkommen laesst. Ich koennte nun noch so einige andere Namen erwaehnen, werde es aber hiermit belassen, da es sich etwas ziehen wuerde.

Atmosphaerisch gesehen spielt der Film ebenfalls in der ersten Liga. Die Ermittlungsarbeiten lassen den Charakteren genug Freiraum fuer Einfuehrungen selbiger und lassen stets neue Theorien ueber die Identitaet des Killers aufkommen - hier gibt es naemlich ein sehr großes Spektrum an Verdaechtigen, was den Plot noch spannender werden laesst. Zwar gibt es im ersten Teil bzw. der ersten Haelfte des Films die ein oder andere Laenge, die sich aber verschmerzen laesst.
Der Gewaltgrad ist voellig im Rahmen - man sieht die Morde an sich zwar nie direkt, da diese meist im Off ausgefuehrt werden, aber es gibt in der zweiten Haelfte hier und da schon einige Blutspritzer- und gar fontaenen zu sehen.

Nicht nur durch die Tatsache, dass der Moerder im zweiten Teil anfaengt mit der Polizei bzw. Scotland Yard zu spielen und der Presse immer wieder Briefe zukommen laesst, werden die Ermittler zunehmend unter starken Druck gesetzt, sondern auch dadurch, dass eine Art Buergerwehr entsteht, die der Staatsgewalt nicht mehr zu trauen vermag, was die Stimmung stetig dichter werden laesst, bis zum Finale, welches unsagbar spannend ist und die Darsteller, allen voran natuerlich Michael Caine, zur Hoechstform auflaufen laesst. (Szene: gewaltsame Befragung eines Kutschers).

Dass der Film letzten Endes das Mysterium des beruechtigten Moerders "Jack the Ripper" aufloest, koennte fuer Einige vielleicht ein kleiner Daempfer sein, aber gleichzeitig wird auch eine Klaerung fuer das Mysterium geboten, die auf die heutige Meinung stoeßt, dass die Identitaet des Killers noch heute unbekannt zu sein scheint - sehr clever! Mir persoenlich hat das Ende zumindest sehr zugesagt.


Fazit:

Mit David Weckes' Regiearbeit erhaelt man eine atmosphaerische, enorm gut ausgestattete und eine mit Stars gespickte Verfilmung geliefert, die zumindest den 2001 erschienenen "From Hell" der Hughes Brueder mehr als locker in die Tasche steckt - da hilft auch die Starpower eines Johnny Depp herzlich wenig. Ein packender Krimi also, der anfaenglich mit kleinen Laengen kaempft, die aber gut verdaut werden. 8 von 10 mit Luft nach oben.
 
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