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Der dritte Mann - Blu-ray Details

Der dritte Mann Blu-ray Cover Kurzbeschreibung:

Diese Blu-ray ...
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13,99 EUR

Original Titel: Der dritte Mann
Release: 16.07.2015
Publisher: StudioCanal
Altersfreigabe: Freigegeben ab 12 Jahren
Laufzeit: 105 Minuten
Produktion: 1949
Regisseur:
Schauspieler:

Schnitt: Uncut Kinoversion
Bild: 4:3 (1,33:1) @1080p (MPEG-4/AVC)
Discformat: BD-50 GB (Region A, B, C)
Verpackung: Amaray - Wendecover
Angaben ergänzt von: Jason-X-666
  
Tonspuren: Deutsch - DTS-HD MA 2.0
Englisch - DTS-HD MA 2.0
Französisch - DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch

Extras der Blu-ray: Der dritte Mann


20-seitiges Booklet des britischen Filmwissenschaftlers Charles Drainage
Audiokommentar mit Guy Hamilton (Regieassistent), Simon Callow und Angela Allen (Skriptgirl, 2. Drehteam)
Der dritte Mann: Auf den Spuren des Dritten Manns
Interview und Zithermusik mit Cornelia Meyer
"Der dritte Mann" - Interaktive Führung durch Wien
"Der dritte Mann" im Radio
Guardian-NFT-Interview mit Joseph Cotton und Graham Greene
Alternativer Anfang der US-Fassung
Der dritte Mann - Ein Einfluss auf Filmemacher
Die Restaurierung von "Der dritte Mann"
Gefährliches Spiel - Graham Greenes
Trailer

Der dritte Mann - Blu-ray Review / Kritik:


Inhalt: Bewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung Yes (10/10)
„Der dritte Mann“….die meisten kennen den Film vermutlich nur wegen des „Harry Lime Theme“. Gespielt auf einer Zither von Anton Karas. Doch „Der dritte Mann“ ist weitaus mehr.

Natürlich ein spannender Thriller – an Originalschauplätzen gedreht. Bis in die Nebenrollen perfekt besetzt, mit einem Joseph Cotton in Top-Form. Selten habe ich ihn so gut gesehen. Orson Welles und Trevor Howard sprechen bzw spielen für sich. „Der dritte Mann“ ist, wenn auch nicht gewollt, ein Abbild des Nachkriegs-Österreich. In dem der Film bewusst auf kriegs-sozialkritische Komponente verzichtet, kann man „Der dritte Mann“ heute für quasi jeden Nachkriegsschauplatz nehmen. Dazu taugt auch das Verhalten von Harry Lime. Als Opportunist par excellence ist er nur sich selbst treu. In einer Stadt, die durch die vier Besatzungsmächte (Clans etc) aufgeteilt ist, und in der jeder ums Überleben kämpft. Da helfen entweder Beziehungen oder Skrupellosigkeit. Harry Lime hat/ist beides.

Zur eigentlichen Handlung.
Der maximal viertklassige Schriftsteller Holly Martins reist auf Einladung von seinem besten Freund Harry Lime nach Wien. Lime bezahlt auch die Reise. In Wien angekommen muss Holly feststellen, daß Harry kurz zuvor verstorben ist. Ein tragischer Verkehrsunfall. Auf Harrys Beerdigung nimmt Holly Kontakt zu Freunden und Feinden von Harry auf. Schon bald tauchen Widersprüche in den Zeugenaussagen auf. Bei seinen Recherchen pendelt Holly zwischen Freund und Feind, die Grenzen verschwimmen zunehmend. Holly selbst muss sich bald klar positionieren. Seine Schurkenvergangenheit macht ihm da aber den einen oder anderen Strich durch die Rechnung, Holly muss auch die ganze Wahrheit von Harrys Skrupellosigkeit erfahren. Und dann taucht Harry wieder auf. In dem berühmten Kuckucksuhr-Monolog zeichnet Harry die böse Fratze und Zynismus des Krieges auf. Ein durchweg versch(r)obenes Weltbild, welches aber zu Harry passt. Schon bald muss Holly eine finale Entscheidung treffen….in der Kanalisation von Wien!

„Der dritte Mann“ ist ein „Spannungsfilm“ (ja, so hiess ein Thriller mal auf Deutsch), der auch heute noch zu fesseln vermag. Sicherlich ist man heuer bombastischere Finalsequenzen gewohnt. Doch Pomp und Getöse überspielen meist die eigentliche Tragik. „Der dritte Mann“ wird von einigen als Film Noir bezeichnet. Einige wesentliche Elemente sind zwar vorhanden, einige nicht. Was für mich dann auch das faszinierende an dem Film ist: In vielen Bereichen schert er sich nicht um Schubladen-Denke. Da ist zum einen die Musik, dann die für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Kameraeinstellungen. Dazu noch die fast zeitlose Gruppenbildung von Gut, Böse bzw die Verwischung der Grenzen dieser Gruppen.

Am Schluss fragt man sich: Wer ist hier der Gewinner? Wer der Verlierer? Gibt es überhaupt Gewinner und Verlierer? „Der dritte Mann“ – ein Film, den jeder Filmfreund mindestens gesehen haben muss.
 
Bild: Bewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung NoBewertung No (8.0/10)
Die Version von ArtHaus ist erstmals eine 4K Abtastung dieses Klassikers. Dies gelingt überwiegend gut bis sehr gut. Einige Passagen sind immer noch recht unscharf, was dem originären Bildmaterial geschuldet sein dürfte. Die „Criterion“- Ausgabe von „Der dritte Mann“ ist nicht wirklich besser. Im Gegenteil. Digitale Kompressionsspuren sind bei einigen Sequenzen sichtbar. Gemessen an dem Alter des Filmes kann man hier von einem durchweg guten Bild sprechen.
 
Ton: Bewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung NoBewertung No (7.5/10)
Bis auf ein paar Passagen mit Clipping gibt es an dem Ton nicht wirklich was zu meckern. Mir graute vor der Filmmusik, da diese doch recht dynamisch ist, zudem im Mittel- und Mittelhochtonbereich spielt. Knifflig, wenn das Material über 60 Jahre alt ist. Doch bis auf da oben erwähnte Clipping ist gerade die Musik von Karas ein echtes Highlight der Tonspur. Die Dialoge sind klar und deutlich zu verstehen.
 
Extras: Bewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung NoBewertung No (7.5/10)
Alles, was „die Amis“ schon vor Jahren an Extras bekamen, findet sich hier jetzt auch. Leider aber nur mit dt. Untertiteln, was ich persönlich etwas merkwürdig finde. Da wird das Bild neu abgetastet, aber bei den Extras die Detailarbeit wieder eingespart ? Wie dem auch sei: Die Extras runden das Paket / diese Edition sinnvoll ab.
 
Gesamt: Bewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung YesBewertung No (9.0/10)
Der Klassiker erstmals in einer 4K Abtastung. Das stellt selbst die Criterion Ausgabe in den Schatten. Dazu noch ungeschnitten und mit klasse Tonspur. Die Extras bieten einen Mehrwert, leider nur auf englischer Sprache. Zeitloser Klassiker – absolute Kaufempfehlung.
 
Dieses Blu-ray Review wurde im August 2015 von Limbohuber erstellt.

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